Blutdruckmessung

Kennen Sie Ihre Blutdruckwerte?

In der Medizin werden üblicherweise zwei Blutdruckwerte angegeben. Die erste Zahl – der obere oder systolische Wert – entspricht dem Druck in der Anspannungsphase des Herzens (Systole). Die zweite Zahl – der untere oder diastolische Wert – entspricht dem Druck in der Entspannungsphase (Diastole).

Um den Blutdruck zu messen, wird die Manschette etwa zwei Fingerbreit oberhalb der Ellenbeuge am Oberarm angelegt und aufgepumpt. Dadurch wird die Schlagader am Oberarm (Arteria brachialis) immer weiter zusammengepresst In weiterer Folge wird die Luft langsam aus der Manschette abgelassen -wodurch der Druck auf den Oberarm nachlässt.

Wie hoch sollte der Blutdruck sein?

Der Blutdruck ist keine stabile Größe, er schwankt in Abhängigkeit von der Leistung, die das Herz-Kreislauf-System erbringen muss. Erst wenn die Ruheblutdruckwerte wiederholt bei 135/85 mmHg oder darüber liegen, spricht man definitionsgemäß von Bluthochdruck (arterieller Hypertonie). Um Bluthochdruck zu diagnostizieren, braucht es also wiederholte Messungen. Nach den derzeit gültigen Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie sind dazu mindestens 30 Messungen erforderlich: Wenn sieben oder mehr von diesen 30 Werten die Grenze von 135/85 mmHg überschreiten, liegt eine Hypertonie vor. In den Richtlinien anderer Fachgesellschaften wird die Grenze zum Bluthochdruck erst bei 140/90 mmHg angesetzt Liegen die Ruheblutdruckwerte wiederholt unter 95/65 mmHg, spricht man von erniedrigtem Blutdruck (arterielle Hypotonie). Vor allem große, schlanke Menschen, Jugendliche und Schwangere sind häufig davon betroffen. Dauerhaft erniedrigter Blutdruck ist üblicherweise harmlos, eine Ursache kann in den meisten Fällen nicht gefunden werden. Eine arterielle Hypotonie kann aber auch Folge von Erkrankungen des Herzens, des Nerven-oder Hormonsystems sein. Weitere häufige Auslöser sind Infektionen oder Flüssigkeitsmangel.

Was ist bei der Blutdruckmessung zu beachten?

Da ein Arztbesuch für viele Menschen eine Stress-Situation darstellt, fallen die in Ordination oder Ambulanz gemessenen Blutdruckwerte oft höher aus als im Alltag. Versuchen Sie bei der Blutdruckmessung also möglichst entspannt und ausgeruht zu sein. Die Messung sollte auch nicht unmittelbar beim Eintreffen durchgeführt werden, sondern frühestens nach zehn Minuten.